10 Mythen und Märchen über LEDs – der Faktencheck

Geschrieben am 22.03.2016 in Lichtwissen

10 Mythen und Märchen über LEDs 10 Fakten und Mythen über LEDs

Um die energiesparende LED (Licht-emittierende Diode, auch Lumineszenz-Diode, engl. light-emitting diode) kursieren auch heute noch viele Vorurteile. Sie sei etwa nicht hell genug, gebe kaltes Licht ab oder sei sogar gesundheitsschädlich.
Das ist längst Vergangenheit. Wir räumen mit den 10 bekanntesten Mythen und Märchen über LEDs auf und zeigen Ihnen, was die LED wirklich kann.

1. Mythos: LEDs haben eine unnatürliche Farbwiedergabe

Das Gegenteil ist der Fall. LEDs können nahezu wirklichkeitsgetreu Farben wiedergeben. Gemessen wird das mit dem Farbwiedergabeindex CRI (Color Rendering Index). Von einer sehr guten Farbwiedergabe spricht man, wenn alle Spektralfarben wie beim Sonnenlicht enthalten sind. Dann sehen die Farben des beleuchteten Gegenstandes natürlich aus. Sonnenlicht hat einen CRI von 100, eine weiße LED liegt zwischen 70 und 95, eine Natriumdampf-Hochdrucklampe hat einen Wert von -44. Je niedriger der CRI, desto schlechter werden die Farben wiedergegeben – je höher, desto angenehmer werden die Farben für das menschliche Auge wiedergegeben.

Tipp: der CRI lässt sich erhöhen, indem man auf mit „warm-weiß“ gekennzeichnete LED-Leuchtmittel ausweicht.

2. Mythos: LEDs sind nicht umweltverträglich

LEDs tragen sogar zu einer Verringerung der CO²-Emmission bei, denn sie weisen einen sehr geringen Energiebedarf auf. Da LEDs auch kein Quecksilber enthalten, sind sie im Vergleich zu den anderen Energiesparlampen viel umweltschonender.

3. Mythos: LEDs brauchen ewig bis sie leuchten, wenn man sie anschaltet

Stimmt nicht, denn die LEDs haben einen Sofortstart. Sie leuchten im Gegensatz zu anderen Energiesparlampen sofort mit 100 %. Das kann nicht mal die Glühbirne.

4. Mythos: LEDs sind teuer und sparen deshalb kein Geld

LEDs sind in der Anschaffung tatsächlich teurer als herkömmliche Leuchtmittel. Ihr Einsatz zahlt sich aber unter Kostengesichtspunkten wieder aus. Nicht die Anschaffungskosten sind entscheidend, sondern die Gesamtbetriebskosten, zu denen der langfristige Energieverbrauch und die Instandhaltungskosten zählen.

5. Mythos: Das Dimmen von LEDs verkürzt die Lebensdauer

Auch dieser Mythos entspricht nicht der Wahrheit. Solide gebaute LEDs lassen sich stufenlos und ohne negative Auswirkungen auf ihre Lebensdauer dimmen. Durch das Dimmen kann die Lichtmenge, die auf eine bestimmte Oberfläche trifft, stufenlos variiert werden – vorausgesetzt die Leuchten verfügen über integrierte Steuerelemente. Das stellt eine der wirkungsvollsten Strategien pro Energieeffizienz dar und deshalb sollte in jede Leuchte eine Dimmfunktion integriert werden, um die maximale Ersparnis zu erreichen.

6. Mythos: LEDs sind zu hell oder nicht hell genug

Je nach LED-Leuchte gibt es sehr große Unterschiede in den Optionen für Lichtstrom, Optik, Bündelung und Farbtemperatur. Gut konstruierte LEDs sorgen von sich aus für die richtige Lichtleistung – Gestaltung und Montage der LED spielen natürlich auch eine Schlüsselrolle dabei.

7. Mythos: LEDs sind giftig

Enthalten LEDs tatsächlich giftiges Quecksilber? Nein. LED Lampen sind frei von Quecksilber und erfüllen die europäischen Richtlinien 2002/95/EC.

8. Mythos: LEDs erzeugen Elektrosmog

Die meisten Strahlungen geben nicht die LEDs ab, sondern die Halogenlampen. LED werden mit fast strahlungsfreiem Gleichstrom betrieben. Sie flackern nicht und sind so strahlungsarm wie Glühlampen.

9. Mythos: LEDs sind energieintensiv in der Herstellung

Für die Herstellung einer LED werden ca. 4,1 KWh mehr benötigt als bei einer Glühbirne. Doch eine LED hält dafür 25 Jahre lang – die Glühbirne bringt es gerade mal auf 42 Tage. Also liegt die LED in Sachen Ökobilanz vorne: Verglichen mit dem Stromverbrauch über die gesamte Nutzungsdauer macht die Herstellungsenergie weniger als 5 % aus.

10. Mythos: LEDs funktionieren bei einer hohen Umgebungstemperatur nicht richtig

Die Qualität der Leuchte spielt hier eine große Rolle. In Temperaturtests von unabhängigen Laboren haben LEDs eine ebenso gute Leistung gezeigt wie Leuchtstoffröhren. Voraussetzung für die Beleuchtung bei jeder Temperatur ist die sorgfältige Steuerung der Hitzeableitung. Ein wichtiger Indikator für die Qualität des Temperaturmanagements einer LED-Lösung ist die Sperrschichttemperatur. Sie misst die Innentemperatur des LED-Chips innerhalb der Leuchte für spezifische Betriebsintervalle– in der Regel 6.000, 10.000 oder gar 18.000 Stunden.

Die Werte sind für gewöhnlich als Teil von Industrienormtests erhältlich, die von unabhängigen Testlabors durchgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Tests lassen zuverlässige Lebensdauerangaben der LED-Leuchten zu.

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