Blog Kategorie Lichtwissen

Fragen und Antworten zu LED-Leuchten

LED-Leuchten: Antworten auf die 10 meistgestellten Kundenfragen

Bevor Sie in LEDs investieren und Ihr Zuhause damit ausstatten, kommen in der Regel einige Fragen auf.
Wir bringen Licht ins Dunkle und beantworten die 10 meistgestellten Fragen unserer Kunden zu LEDs.


1 Wie funktionieren LEDs?

LED-Leuchtmittel

LED-Leuchtmittel

Das wichtigste Bauteil einer LED (light emitting diode, Leuchtdiode) ist der Halbleiterkristall (auch LED-Chip genannt), der aus zwei Schichten und unterschiedlichen Materialien besteht. Weitere Komponenten einer LED sind die Reflektorwanne, Kathode, Anode, Kunststofflinse und der Bonddraht.

Wenn Strom durch den LED-Chip fließt, entsteht eine physikalische Reaktion, bei der Energie freigesetzt und Licht erzeugt wird. Die Lichtfarbe ist von der Materialzusammensetzung des LED-Chips und dem daraus entstehenden Energie-Level abhängig. LEDs können das gesamte Farbspektrum abbilden und auch unsichtbare Infrarot-Strahlen erzeugen.
Weißes Licht, das wir am häufigsten zur Beleuchtung einsetzen, entsteht, wenn ein Halbleiterkristall für blaues Licht mit einer Phosphorschicht bedeckt wird.


2 Kann ein herkömmliches Leuchtmittel einfach durch eine LED ersetzt werden?

Glühbirne wird durch ein LED-Leuchtmittel ersetzt

Austausch einer Glühbirne durch ein LED-Leuchtmittel

Im Normalfall können herkömmliche Leuchtmittel, wie z.B. alte Glühbirnen oder Halogenlampen, eins zu eins durch eine LED ersetzt werden, denn für die meisten und gängigsten Lampenfassungen gibt es LED Retrofits. Dies bedeutet, dass der Anschluss bzw. Lampensockel mit dem Anschluss eines klassischen Leuchtmittels kompatibel ist. Das LED-Leuchtmittel kann daher einfach in die Fassung einer alten Leuchte geschraubt oder gesteckt werden. Beim Umstieg von Glühlampen ist in der Regel eine E27- oder E14-Fassung notwendig. Bei Halogenlampen werden meist E27-, G9-, GU10- oder E14-Fassungen verwendet.

Beachten Sie beim Wechsel aber, dass LEDs in der Regel technisch bedingt etwas größer als klassische Leuchtmittel sind und dadurch eventuell nicht in das Leuchtengehäuse passen können. Außerdem sollten Sie überprüfen ob, z.B. in der Decke, noch ein 12 Volt Trafo dazwischengeschaltet ist. Die meisten LED-Leuchtmittel werden nämlich direkt an 230 Volt angeschlossen und benötigen daher keine zusätzlichen Trafos oder Treiber. Wollen Sie hingegen eine 12 Volt LED anschließen, dann ist es wichtig, dass Sie einen speziellen Trafo für LEDs verwenden.
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3 Leuchten LEDs sofort nach dem Einschalten oder brauchen sie etwas Zeit?

Bleuchtete Treppe mit LED Einbauspots

Treppenbeleuchtung mit LEDs

Bei veralteten Energiesparlampen oder LED-Leuchtmitteln aus der ersten Generation kennen wir das Problem: nach dem Einschalten dauert es eine Weile, bis sie ihre volle Leuchtkraft entfalten. Gerade im Flur oder bei Treppenlichtern ist diese Verzögerung oft störend.

Bei heutigen LED-Lampen ist dies nicht der Fall. Sie leuchten sofort mit voller Kraft. Die Anlaufzeit beträgt bei den meisten LEDs weniger als eine Sekunde. Eine Aufhellungsphase oder ein Flackern wie bei Leuchtstoffröhren gibt es nicht.


4 Können alle LEDs mit herkömmlichen Lichtdimmern gedimmt werden?

LED dimmen mit Drehdimmer

LED dimmen mit Drehdimmer

Das ist, aufgrund der technischen Eigenschaften von LEDs, leider nicht grundsätzlich möglich.
Klassische Leuchtmittel sind Heißstrahler. Hier wird das Licht gedimmt, indem der Lampe weniger Spannung zugeführt und so die Helligkeit abgeschwächt wird. LEDs hingegen sind Kaltstrahler. Hier muss die Stromversorgung exakt verändert werden, um die Helligkeit zu steuern, da das Leuchtmittel sehr empfindlich ist. Achten Sie daher für ein fehlerfreies Dimmen ohne Flackern und Brummen darauf, dass das LED-Leuchtmittel dimmbar und auch der Dimmer kompatibel ist. Bei unserem Angebot an Lampen und Leuchten geben wir stets an, ob diese stufenlos gedimmt werden können.
Welcher Dimmer der richtige ist erfahren Sie in unserem Beitrag zum Thema Dimmen

Eine praktische Alternative zu Dimmern sind unsere FourStep LED-Leuchtmittel. Hier lässt sich das Licht ganz einfach dimmen, ohne dass Sie einen zusätzlichen Dimmer verbauen müssen. Stattdessen kann das Licht mit jedem beliebigen Lichtschalter oder Taster in 4 Schritten geregelt werden.
Produkte mit FourStep kennenlernen


5 Wie lange hält eine LED-Lampe?

Wecker und LED-Leuchtmittel

Lange Haltbarkeit von LED-Leuchtmitteln

Die Betriebsdauer von hochwertigen LEDs beträgt bei idealen Bedingungen bis zu 100.000 Stunden. Diese hohe Lebensdauer wird aber nur bei sehr teuren Leuchten in Industriequalität erreicht, bei LEDs für den Hausgebrauch sind eher 25.000 - 50.000 Stunden üblich. Das ist deutlich mehr als bei einer Halogen-, Energiespar- oder Glühlampe.

Folgende Tabelle verdeutlicht den Unterschied:

Glühbirne

Glühlampe

Halogenlampe

Halogenlampe

Energiesparlampe

Energiesparlampe

LED-Lampe

LED-Lampe


Lebensdauer

1.000 h

3.000 h

10.000 h

25.000 h


Brenndauer

(bei 35h pro Woche)

0,5 Jahre

1,6 Jahre

5,5 Jahre

13,7 Jahre


6 Welche äußeren Faktoren beeinflussen die Lebensdauer von LEDs?

Mehrfach Lichtschalter wird eingeschaltet

Schaltzyklen wirken auf die Lebensdauer von LEDs

Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit

Die Temperatur hat einen wesentlichen Einfluss auf die Lichtausbeute der LED. Grundsätzlich gilt: in einer kalten Umgebung arbeitet die LED effizienter als in einer warmen. Allerdings gibt es bei der Minimal- und Maximaltemperatur Grenzen. Hochwertige Leuchtdiode halten +60 bis -50 °C stand.
Deshalb können LEDs besonders effizient als Außenbeleuchtung oder als Lichtquelle für Kühltruhen eingesetzt werden. Nicht geeignet sind LEDs hingegen z. B. für die Innenbeleuchtung eines Backofens. Dauerhaft zu hohe Temperaturen wirken sich nachteilig auf die Lichtausbeute aus und verkürzen die Lebensdauer. Auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit sollte vermieden werden.

Schaltzyklen

Die Lebensdauer einer LED hängt auch davon ab, wie oft die Leuchte ein- und ausgeschaltet wird. Im Wohnzimmer passiert dies pro Tag normalerweise nur wenige Male, bei einem Treppenlicht, das über einen Bewegungsmelder gesteuert wird, kommen mehr Schaltzyklen zustande.
Ist der Bewegungsmelder zu empfindlich eingestellt, kann es passieren, dass z. B. nachts im Garten bei jeder kleinsten Regung das Licht anspringt. In diesem Fall ist die maximale Lebensdauer der LED schon schneller erreicht. Im normalen Alltags-Gebrauch hat das An- und Ausschalten aber nur eine sehr geringe Auswirkung auf die Haltbarkeit von LED Lichtquellen.

Verschiedene Leuchtmittelarten in einer Leuchte

Wir empfehlen, LEDs immer getrennt von Halogenlampen und Glühbirnen zu verwenden und diese nicht in einer Leuchte zu mischen. Die hohe Wärmeentwicklung veralteter Leuchtmittel kann sich sonst negativ auf die LEDs auswirken.


7 Können LEDs problemlos im Außenbereich eingesetzt werden?

LED Aussenbeleuchtung an der Eingangstreppe

Aussenbeleuchtung an Treppe mit LEDs

LEDs eignen sich sehr gut für den Einsatz im Außenbereich, denn sie bieten zwei wesentliche Vorteile.
Zum einen funktionieren sie bei niedrigeren Temperaturen effizienter. Zum anderen verbrauchen sie deutlich weniger Energie als herkömmliche Leuchtmittel. Das macht sich insbesondere dann bemerkbar, wenn z. B. Wegeleuchten die ganze Nacht über in Betrieb sind. Obwohl die Anschaffungskosten von LEDs etwas höher liegen, amortisieren sich so die Kosten. Außerdem sind LEDs robust, langlebig und relativ wartungsfrei. Deshalb lassen sie sich wunderbar für die Beleuchtung Ihres Gartens einsetzen.

Die Auswahl an LED Leuchten für den Außenbereich ist groß. Es gibt sie in unterschiedlichsten Ausführungen, von Wegeleuchten über Bodeneinbaustrahler bis hin zu Teich- oder Poolleuchten. Achten Sie bei den Produkten aber immer auf die angegebene Schutzart. Diese sagt aus, wo Sie die Leuchten einsetzen dürfen.
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8 Ab wann zahlt sich der Kaufpreis von LEDs aus?

LED-Leuchtmittel und Geldmünzen auf einem Holzbrett

Geld sparen mit LED Beleuchtung

Auch wenn hochwertige LEDs etwas höhere Anschaffungskosten haben als herkömmliche Leuchtmittel, lohnt sich der Wechsel auf jeden Fall. Beim Vergleich sollten nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch weitere Faktoren betrachtet werden. Hier sind LEDs klar im Vorteil. Im Gegensatz zu Glühbirnen sind LEDs deutlich effizienter, da sie zur Lichterzeugung fast die gesamte Energie nutzen, anstatt einen großen Teil in Wärme umzuwandeln. So erzeugt eine 60-Watt-Glühbirne aus 1 Watt eine Lichtstärke von 10 Lumen. Eine effiziente LED macht daraus das Zehnfache: 100 Lumen. Entsprechend weniger elektrische Energie braucht eine LED. So macht sich der Austausch schon nach einem Jahr bezahlt.

Auch die Lebensdauer von LEDs spricht für eine Investition in die neue Technik. LEDs müssen aufgrund ihrer langen Haltbarkeit deutlich seltener ausgetauscht werden als klassische Lampen (siehe auch Punkt 5). Dies spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Wartungsaufwand.


9 Was passiert, wenn eine LED defekt ist?

LED-Leuchtmittel mit Recycling-Zeichen

Entsorgung von LED-Leuchtmitteln

Einige Leuchten sind mit festverbauten LEDs ausgestattet. Hier lässt sich das Leuchtmittel nicht wechseln, wenn es ausfällt. In diesem Fall muss die gesamte Leuchte inklusive Gehäuse ausgetauscht werden. Ein weiterer Nachteil: Wenn Ihnen die Lichtfarbe oder Helligkeit nicht gefällt, ist kein schneller Austausch durch ein anderes Leuchtmittel möglich.

In unserem Sortiment finden Sie viele Leuchten mit separatem Leuchtmittel. So können Sie dieses einfach tauschen und den persönlichen Bedürfnissen anpassen. Die Information, ob das Leuchtmittel einer Leuchte ersetzt werden kann, finden Sie bei uns in der Produktbeschreibung.

In LEDs sind keine giftigen Stoffe, wie z. B. Quecksilber in Energiesparlampen, enthalten. Daher gelten sie nicht als Sondermüll, sondern werden wie andere Elektrogeräte entsorgt, z. B. beim nächstgelegenen Entsorgungsbetrieb oder einem Sammelcontainer für Elektroschrott.
Nähere Informationen zum Thema Entsorgung finden Sie hier


10 Sind LED-Lampen umweltfreundlich?

Hand mit LED-Leuchtmittel in der Natur

Umweltfreundliche LEDs

Der Energieaufwand von LEDs ist deutlich niedriger als von anderen klassischen Leuchtmitteln. Dadurch wird die Umwelt erheblich entlastet, denn weniger Stromverbrauch bedeutet auch weniger CO2-Emissionen. Außerdem müssen, durch die lange Lebensdauer von LEDs, weniger Leuchtmittel entsorgt werden.
Apropos Entsorgung: LEDs sind quecksilberfrei und können daher recycelt werden. Bis zu 90 % der Materialien einer LED lassen sich wiederverwenden, wie z. B. sauberes Glas und wertvolle Metalle.


Sie haben noch weitere Fragen zu LEDs?

Wir beantworten sie gerne!
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